Eine düstere Weihnachtsnacht

Eine düstere WeihnachtsnachtTeil I

Es war eine düstere Weihnachtsnacht und Nebel hing auf den Dächern,  als Lea kurz nach Mitternacht das Haus verließ. Ihre Schuhe knirschten, während sie durch den eisigen Schnee stapfte. Ab und zu fiel ihr eine Strähne ins Gesicht.
Sie war auf dem Weg zum Friedhof, um ihre verstorbene Großmutter zu besuchen.Als sie am Friedhof ankam, erschrak sie. Der Grabstein ihrer Großmutter war beiseite geschoben worden und das Beet war verwüstet. Ihr erster Gedanke war: „VAMPIRE!“ Es knisterte hinter ihr im Gestrüpp, ein Schatten huschte vorbei. Sie erstarrte. Ganz langsam schritt sie rückwärts in Richtung Ausgang. Plötzlich legte sich eine Hand von hinten auf ihre Schulter, doch als sie sich umdrehte, war da niemand. Sie bekam Panik. Sie wollte zum Ausgang rennen, doch sie stolperte über ein Grab. Doch sie fiel nicht wie erwartet auf den erdigen Boden des Grabes, sondern auf seidene Kissen. Erschrocken richtete sie sich auf. Um sie herum standen goldene Ritterrüstungen und an den Wänden hing eine alte Ahnengalerie. Die Gesichter der abgebildeten Adeligen waren allesamt düster und keines von ihnen lächelte. Sie schritt weiter an der Ahnengalerie entlang und erreichtet eine hölzerne Tür. Sie öffnete die Tür und schritt in ein mit Kerzen erleuchtetes Zimmer. Alle Fenster waren von außen mit pechschwarzen Brettern vernagelt. Eine blasse Hand legte sich vorsichtig auf ihren Mund und zog sie in einer blitz schnellen Bewegung hinter einen großen Sessel. Kurz darauf kam ein Mann in einen blutroten Mantel gehüllt in das Zimmer geplatzt und schrie in einer Sprache, die sie noch nie zuvor gehört hatte: “Boimotra daku zen milvana!“. Ihr gefror das Blut in den Adern, als ihr bewusst wurde, dass sie vorhin von dem Unbekannten davor gerettet worden war, von dem Schreier entdeckt zu werden. Jener hatte inzwischen die Tür wieder aufgerissen und verschwand. Sie verharrte noch einen Augenblick hinter dem Sessel und drehte sich dann langsam um…

Von Sophie, 8e & Chiara, 8dm

Teil II

Langsam drehte sie sich um und blickte in das schneeweiße Gesicht eines Jungen. Seine Haare waren so schwarz, wie sein Haut weiß war. Er lächelte ein merkwürdig freundliches Lächeln. Sie wollte schreien, weglaufen, doch sie konnte sich nicht bewegen. Er stand auf und zog sie am Handgelenk nach oben, doch sie hörten nicht auf zu steigen. Sie blickte auf den weißen Marmorboden unter sich und bemerkte entsetzt, dass sich dieser mindestens zwei Meter unter ihren Fußspitzen befand. Doch sie hatte keine Zeit mehr sich weiter darüber zu sorgen, da sie mit hoher Geschwindigkeit in einen schwarzen Tunnel schossen. Sie blickte um sich, doch außer dem modrigen Geruch nahm sie nichts mehr war. Nach wenigen Minuten erblickte sie über sich eine Öffnung und kurz darauf flogen sie in die kühle Nachtluft hinaus. Der Anblick, der sich ihr jetzt bot, war atemberaubend schön. Der helle Vollmond legte einen silbrigen Schimmer über den Wald, der sich bis zum Horizont erstreckte. Nach kurzem Überblick landete der Junge auf einer Lichtung. Er öffnete seinen schmalen Mund und sagte: „Mein Name ist Eraklon.“ Sie starrte voller Angst auf seine messerscharfen Eckzähne und stotterte: „I-i-i-ch…also…ich bi-in Marina.“ (ab hier hat Chiara weitergeschrieben)

Als sie in seine orangefarbenen Augen schaute, entdeckte sie Angst. Sie fragte ihn, was er von ihr wolle und warum er so Angst habe. Er antwortete: „Wir, die Vampire des Orden Phinx, brauchen deine Hilfe. Wir haben uns vor langer Zeit mit dem Orden Falkon zerstritten und müssen nun, um unsere Ehre zu bewahren, gegen sie antreten. Wir dürfen einen Menschen auswählen, der unserem Orden hilft unser Revier zu verteidigen.“ Mittlerweile saßen sie auf einem Baum im Wald. „Aber warum ausgerechnet ich?“, „Weil du die Auserwählte bist. Du bist die, die es geschafft hat, in unser Reich zu kommen. Das schafft man nur, wenn man genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.“.„Aha, und wer war das im großem Saal?“. „Das war mein Onkel Xantius. Vor dem musst du dich in Acht nehmen. Der riecht Menschen von Weitem. Wie du vielleicht gesehen hast, hat er rote Augen. Das bedeutet, dass er Menschenblut trinkt. Keine Angst, ich habe orangene Augen, wie du siehst. Das bedeutet, dass ich mir noch nichts aus Menschenblut mache.“, „Ja, noch nicht. Aber wer weiß, wie es morgen ist?“, „Ich werde mich nicht im nächsten Jahr verändern. Ich vertrage nämlich kein Menschenblut.“, „Und das soll ich glauben?“

Fortsetzung folgt…

Von Sophie, 8e & Chiara, 8dm

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