Das Gamingjahr 2014

Das Jahr 2014 war für uns Gamer relativ mau, jedoch gab es in den 12 Monaten das ein oder andere Highlight, die man meiner Meinung nach auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

  • Warlords of Draenor (PC): Das erfolgreichste MMO geht in die nächste Runde. Mit Warlords of Draenor (kurz: WOD) werden die Spieler zurück in der Zeit auf den Planeten Draenor, die Heimat der Orcs, geschickt, um einen mächtigen Geflohenen zurück zu bringen.
    Rein spielerisch bleibt vieles so, wie es war, Zwar wird die Maximalstufe auf 100 erhöht, jedoch bringen die neuen Level ausschließlich Boni. Altbekannte, funktionierende Elemente werden kaum angefasst. Das einzig erwähnenswerte ist die Tatsache, dass viele selten bis gar nicht benutze Fähigkeiten entfernt wurden, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen.
    Dafür wurden viele neue, nie dagewesene Inhalte hinzugefügt, allen voran die „Garnison“.
    Blizzards Version des „Housings“ bietet den Spielern eine Festung in den Startgebieten der jeweiligen Fraktion zu errichten und immer weiter auszubauen, inklusive Außenposten mit verschiedenen Boni in den Zonen. Dazu gibt es ein Facebook-artiges System von Anhängern, die man leveln und auf Missionen schicken kann.
    Bei der Fachpressen kam die 5te Erweiterung von World of Warcraft überwiegend positiv an und wird als die beste bisher gewertet. Auch die Spielerschaft nahm den Planten Draenor hauptsächlich positiv auf.

    Kaufempfehlung?
    Bedingt. Für eingespielte WoWler und Rückkehrer ja, für Einsteiger MMO-typisch eher unfreundlich, falls man nicht von einem Freund an die Hand genommen wird.

  • Kingdom Hearts 2.5 (PS3): Wie das letztes Jahr erschienen „Kingdom Hearts 1.5“ ist in 3 verschiedene Teile unterteilt.
    Als erstes wäre da der „HD Remix“ des klassischen „Kingdom Hearts 2“. Dieser ist anders als beim Original ausschließlich in englischer Sprachausgabe verfügbar, jedoch mit einer (subjektiv) besseren Synchronisation als beim Vorgänger. Im Gameplay hat sich nicht viel getan, es ist nur eine neue Form, die „Limit Form“, hinzugefügt worden, die dem Protagonisten den Kampfstil des ersten Teils benutzen lässt.
    Der Content hingegen hat viele Neuheiten erhalten. Neben über 10 neuen Zusatzbossen und einer weiteren Sammelaufgabe wurden auch neue Storycutscenes eingebaut, die die Story abrunden und mehr Tiefe geben.
    Das zweite im Umfang enthaltene Spiel ist ursprünglich auf der PSP erschienene „Kingdom Hearts: Birth by sleep“. Es spielt 10 Jahre vor den Ereignissen von „Kingdom Hearts“ und thematisiert die 3 Charaktere „Terra“, „Aqua“ und „Ventus“ (Lat. Erde, Wasser und Wind), die je eine eigene Geschichte und einen individuellen Kampfstil haben. Die Handlung der Charaktere ist miteinander verwoben und bringt viel Hintergrundgeschichte in das Universum ein, unterem ist sie der Auslöser für die gesamte Handlung der späteren Teile.
    Im Vergleich zur Originalversion machen nur die Grafik und 2 optionale Bosse einen erwähnenswerten Unterschied.

    Das dritte und letzte „Spiel“ ist „Kingdom Hearts: 358/2 Tage“. Obwohl hier der Begriff Spiel auch eher fehl am Platz ist, da es sich um einen Zusammenschnitt der Szenen aus dem seinerzeit für Nintendo DS erschienen Teils ist. 3 Stunden lag Cutscenes erklären in englischer Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln und in hübscherer Grafik die Handlung des Spiels. Zum Verstehen der Story essenziel, jedoch nur ein nettes Beiwerk und nur für Spieler, die keine Möglichkeit haben, dass Original zu spielen.

    Die Fachpresse und die Spielerschaft sind begeistert von dem zum ersten Mal außerhalb von Japan erschienen Remix, der die Story gut abrundet und für Hardcore-Spieler schöne Herausforderungen bietet.

    Kaufempfehlung? Klares JA! „Kingdom Hearts“ ist sowieso eines der besten Spiele aller Zeiten und „Kingdom Hearts 2.5“ ist zusammen mit seinem Vorgänger eine wunderbare Möglichkeit, für Spieler, die das erste Erscheinen Anfang dieses Jahrhunderts für die PS2 verpasst haben.

  • Pokemon Omega Rubin/Alpha Saphir (3DS): Die von den Fans oft als beste Generation beschrieben Editionen erhielten dieses Jahr das langerwartete Remake. Mit der aufgehübschten Grafik der 6ten Generation geht es durch Hoenn.
    An der Geschichte hat sich soweit nichts geändert, lediglich die Mega-(und Proto)entwicklung wurden eingebaut. Alles im allem kommt das gesamte Spiel über viel Nostalgie auf. Das tut dem Spielspaß jedoch keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Dadurch, dass die Welt leicht überarbeitet wurde kehrt der für die Pokemonspiele typische Entdeckungsdrang zurück, welcher durch den Willen, Neuerungen zu entdecken, noch bestärkt wird.
    Der Teil, der besonders heraussticht, die nach der Hauptstory spielbare „Delta Episode“. Diese hat für Pokemon eher untypisch viel, teils traurige, Tiefe und ernste Story. Dies fühlt sich aber nicht wie ein Stilbruch, sondern wie eine gesunde Weiterentwicklung an, die hoffentlich in zukünftigen Titeln weitergeführt wird.
    Die neuen Megaentwicklungen passen sich gut an das Spielgeschehen an und fühlen sich weniger „reingepresst“ an als in „X/Y“. Zusammen mit der Möglichkeit, jedes Pokemon zu erhalten und für viele auch einfachen Zugang zu versteckten Fähigkeiten und Zuchtattacken zu finden sind, ist „ORAS“ wohl das beste Spiel, um in die professionelle Kampfszene einzusteigen.
    Die Fachpresse ist (abgesehen von einem Magazin) sehr überzeugt von Game Freaks neustem Pokemon Abenteuer. In der Spielerschaft sind selbst Gegner der 3ten Generation von den Spielen zumindest positiv überrascht, während die Freunde von Heonn es für das beste Pokemon Allerzeiten halten.
  • Super Smash Bros. for 3DS/Wii U (3DS/Wii U): Nintendos Prügelcrossover erstrahlt in neuem Glanz. Mit dem neustem Ableger bringt Nintendo die bisher größte Auswahl an Kämpfern auf die Konsolen. Mit 51 verschiedenen Charakteren aus nahezu allen Nintendomarken, selbst aus Unbekannteren wie Xenoblade Cronicales, wird wohl jeder einen Kämpfer finden, der seinem Kampfstil entspricht. Auf duzenden Stages, alle in 2 Formen enthalten, können sich bis zu 8 (auf 3DS 4) Spieler gegenseitig aus der Arena „smashen“. Für den Singleplayer sind die 2 Modi „Klassisch“ und „Allstars“ vorhanden. Während man in „Klassisch“ gegen verschiedene CPU Gegner antretet um am Ende gegen den „Master Core“ zu kämpfen, prügelt ihr euch in „Allstars“ mit allen Charakteren in der Reihenfolge, in denen sie erschienen sind.Die Fachpresse ist begeistert von dem Crossoverprügler und die Spielerschaft ist bereits fleißig dabei, Tuniere zu organisieren.

    Kaufempfehlung? Ja! Einer der Pflichttitel für Besitzer der Konsolen. Das spaßige Kampfsystem ist für Neueinsteiger wie Profis gleichermaßen motivierend und herausfordernd.

Von Daniel, EF

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